08. Dezember 2010 bis 10. Dezember 2010, Werkstoffzentrum Rheinbach GmbH, Lise-Meitner-Str. 1, 53359 Rheinbach Berlin
Produktentwicklung mit keramischen Werkstoffen
Voraussetzung und Grundlage jeder modernen Technologie sind die eingesetzten Werkstoffe. Dabei ist die richtige Werkstoffauswahl eine der zentralen Fragen, die über Er-folg und Effizienz einer Technologie entscheidet. Keramische Werkstoffe bieten heute ein breites Spe-ktrum technischer Anwendungen. Im Maschinenbau sind es vorwiegend Gleit-, Dicht- und Lagerelemente, Düsen und Ventile. In Textilmaschinen wurde die Haltbarkeit von verschiedenen Führungselementen deutlich verbessert. In der Verfahrenstechnik eignet sich die Keramik als Katalysatorträger, als Füllkörper für Kolonnen sowie als Filter und Membranen. Die Hochtemperaturtechnik nutzt Keramiken als feuerfeste Auskleidung, Tragrollen, Brennhilfsmittel und Brennerdüsen. Die Elektrotechnik baut auf keramische Bauteile in Hochspannungsisolatoren sowie in der Schalt- und Sicherungstechnik. In allen diesen Fällen bewirkt der Einsatz keramischer Werkstoffe Vorteile gegenüber Metall. Häufig ist eine technische Lösung durch den Einsatz von Keramik überhaupt erst möglich. Für Anwendungen unter extremen Bedingungen, wie sie die Luft- und Raumfahrt kennt, sind keramische Werkstoffe in vielen Bereichen unabdingbar und durch keinen anderen Werkstoff zu ersetzen. Aufgrund der Biokompatibilität haben keramische Werkstoffe auch in der Me-dizin Einzug gehalten. Als Beispiel seien Hüftgelenke oder Knochenersatzstoffe genannt. In der Zahnmedizin kommt Dentalkeramik zunehmend zum Einsatz.
Die spezifischen Eigenschaften keramischer Werkstoffe, die in vielen Aspekten von anderen Werkstoffen nicht erreicht werden können, bieten vielseitige Einsatzmöglichkeiten. Im Vergleich zu Metallen bieten keramische Werkstoffe höhere Härte und Temperaturfestigkeit, eine höhere Korrosionsbeständigkeit und Verschleißfestigkeit sowie eine geringere Dichte und thermische Dehnung. Je nach Zusammensetzung und Aufbereitung der verwendeten Rohstoffe, sowie nach Formgebung und Art des Sinterprozesses, kann das Gefüge im hohen Maße beeinflusst und die Eigenschaften der jeweiligen Anwendung angepasst werden.
Dennoch ist der Einsatz keramischer Werkstoffe für viele Konstrukteure nicht alltäglich und mit vielen Unsicherheiten behaftet. Mit diesem Seminar wollen wir nicht nur die Grundlagen der keramischen Werkstoffe und deren Herstellung präsentieren, sondern insbesondere Lösungswege von Design und keramikgerechter Konstruktion über Werkstoffauswahl, Prototypen und Simulation bis hin zur Bauteilfertigung darstellen. Alle Referenten werden nicht nur den Stand der Technik aufzeigen, sondern darüber hinaus einen Einblick in aktuelle Entwicklungen und zukünftige Möglichkeiten geben.
Hinweise zur Teilnahme:
Das Programm und weitere Informationen zur Veranstaltung sind auf der Website http://www.dgm.de/fortbildung/?tgnr=935 veröffentlicht.
Weitere Informationen:
http://www.dgm.de/fortbildung/?tgnr=935
| Veranstaltung: | Produktentwicklung mit keramischen Werkstoffen |
| Termin: | 08.12.2010 - 09.12.2010 |
| Zeit: | 09:00 Uhr bis 17:30 Uhr |
| Ort: | Werkstoffzentrum Rheinbach GmbH, Lise-Meitner-Str. 1, 53359 Rheinbach Berlin |
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