Variantenplanung
Ziel:
Ziel der Variant Mode and Effects Analysis (VMEA) ist die Beherrschung der Variantenvielfalt durch frühzeitige Variantenerkennung und –vermeidung. Dies ist von besonderer Bedeutung, da eine zu große Produktvielfalt zu Überkomplexität und damit verbunden zu höheren Kosten in einem Unternehmen führen kann. Die VMEA ist eine systematische Vorgehensweise, die sowohl die technische als auch die kostenmäßige Beherrschung der Variantenvielfalt sicherstellt. Wichtig ist die frühzeitige Einbindung der relevanten Unternehmensbereiche Produktprogrammplanung, Produktentwicklung, Produktion und Vertrieb und die interdisziplinäre Zusammenarbeit.

- Systematik der Variantenplanung
Vorgehen:
Die VMEA umfasst folgende drei Hauptarbeitsschritte:
- Marktorientierte Ermittlung und Gestaltung der Produktionsfunktionen
Definition der geforderten Produktfunktionen in Abhängigkeit des vom Markt akzeptierten Preises
Methodische Unterstützung: Target Costing - Ableiten von Gestaltungsalternativen:
Kombinierbarkeit der Produktfunktionen im Planungsstadium optimieren und festlegen
Kombination der Funktionen und konstruktive Realisierung mittels "Merkmals- und Kombinationsmatrix" und deren Simulation im Variantenbaum
Methodische Unterstützung: Variantenbaum - Bewerten der alternativen Lösungen:
Technische Realisierbarkeit prüfen und Mehr- bzw. Minderkosten gegeneinander abwiegen
Unterstützung: Methoden zur Kostenabschätzung/-rechnung wie z.B. ressourcenorientierte Prozesskostenrechnung
Charakterisierung:
Die VMEA unterstützt mit der systematischen Aufbereitung der Vielfaltsinformationen und der grafischen Darstellung der Variantenentwicklung die notwenige Kommunikation zwischen den beteiligten Bereichen Marketing / Vertrieb, Entwicklung / Konstruktion, Arbeitsvorbereitung / Produktion und Kostenplanung / Controlling und ermöglicht durch die transparente Darstellung die technische und kostenseitige Beherrschung der Produktvielfalt im Unternehmen.
Ähnliche Elemente
Projekte
keine
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Best Practices
keine
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Methoden
keine
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Compendium
keine
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Experten / Anbieter |
Anwender
keine
|
Literatur
keine
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Eingangsinformationen
- Wissen über Kundenanforderungen und
- gesetzliche Anforderungen Produktmerkmale und Ausprägungen
Ausgangsinformationen
- zu realisierende Produktfunktionen
- Funktionskombinatorik
- Klassifikation von Bauteilen (Standardteile, Zusatzteile, Ersatzvariantenteile, Zusatzvariantenteile) und Definition der Teileverwendung
- Montagereihenfolge
- grafische Darstellung der Variantenentwicklung
- Optimierte Variantenvielfalt
Werkzeuge
Informationen
Literatur
- Schuh, G.: Produktkomplexität managen. Carl Hanser Verlag, München, Wien, 2. Auflage, 2005
- Schuh, G.;Jonas, I.: Variantenreduzierung im Verbund - Praktikable Methode zum Variantenmanagement, Ein Leitfaden zur Beherrschung der Variantenvielfalt. ViA, Düsseldorf, 1997
- Eversheim, W.; Schuh, G.; Caesar, C.: Konventionelle Kostenkalkulation verursacht Varianten. VDI-Z 131, 1989, Nr.2, S.59
- Kluge, J.; Stein, L.; Krubasik, E.; Beyer, I.; Düsedau, D.; Huhn, W.; Schmit, E.; Deger, R.: Wachstum durch Verzicht – schneller Wandel zur Weltklasse. Schäffer-Poeschel, Stuttgart, 1994
Experten
- WZL - Laboratorium für Werkzeugmaschinen und Betriebslehre der RWTH Aachen, Prof. Schuh (http://www.wzl.rwth-aachen.de)
- Fraunhofer Institut für Produktionstechnologie IPT, Prof. Schuh (http://www.ipt.fhg.de)


