Benchmarking
Ziel
Beim Benchmarking werden zunächste Lösungen gesucht, die auf den besten Methoden und Verfahren der Industrie basieren und die Unternehmen zu Spitzenleistungen führen. Durch den Vergleich eigener Prozesse mit denen anderer, auch branchenfremder Unternehmen, soll ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess eingeleitet werden. Zum großen Teil beruht dieser Verbesserungsprozess auf der Nutzung des Wissens der anderen Unternehmen. Dabei sind die Referenzwerte, d.h. die von anderen erbrachten Leistungen stets realistische und erreichbare Größen. Durch den systematischen Vergleich eigener Verfahren und Prozessabläufe, Funktionen, Produkte und Strategien mit denen von weltweiter Spitzenreiter sollen Defizite aufgezeigt und beseitigt werden.
Vorgehen
Das Benchmarking beinhaltet die folgenden Kernelemente:
- Systematischer Leistungsvergleich auf Basis objektiver Leistungskriterien,
- Beurteilung der Stärken und Schwächen eines Unternehmens gemessen an einem Benchmark, der sich als
Referenzwert aus der Leistungsanalyse ergibt, - Identifikation der Best-practices, die Ursache für die Leistungsunterschiede sind und
- Formulierung und Realisierung von Maßnahmen, die zur nachhaltigen Leistungssteigerung des Unternehmens führen.
Weiterhin lassen sich fünf Kernphasen erkennen, in die das Vorgehen des Benchmarking eingeteilt werden kann, wobei sich allerdings durch die heutzutage weit verbreitete Prozessorientierung unternehmensspezifische Abweichungen ergeben.
- Zielsetzung:
In dieser Phase wird der Fokus des Benchmarking-Projektes festgelegt. Eine hohe Sorgfalt und das rechtzeitige Einbinden des Managements ist von entscheidender Bedeutung. Es werden Benchmarking-Objekt und -Art, strukturierte Abläufe und zu erreichende Meilensteine vereinbart. - Interne Analyse:
Die interne Analyse ist mit ca. 45 Prozent der Gesamtprojektlaufzeit die zeitintensivste und wichtigste Phase des Benchmarking, in der Grundlagen für das Verständinis der eigenen Prozesse gelegt werden. Die Kerninhalte sind die Ist-Analyse der zu untersuchenden Objekte, die Modellierung und Erhebung von Messgrößen, die Erstellung eines branchenunabhängigen Fragebogens und die Ausarbeitung der relevanten Vergleichsgrößen. - Vergleich:
Diese Phase beinhaltet die Auswahl von Vergleichsunternehmen und den Vergleich der vereinbarten Objekte. Wichtige Schritte sind dabei die sorgfältige Auswahl von Unternehmen, die Kontaktaufnahme und Datenerhebung bei den Vergleichsunternehmen, die Durchführung des eigentlichen Vergleichs mit der Ergebnissbewertung und schließlich die Ermittlung der Ursachen für die beobachteten Unterschiede. - Maßnahmen:
In dieser Phase sollen Maßnahmen erarbeitet werden, mit denen es gelingt, die Leistungslücke zu schließen und die Benchmarking-Ziele zu erreichen. Es ist von besonderer Bedeutung, die Resultate aus den Analysen vor dem Management und den betroffenen Mitarbeitern transparent zu machen und für im Anschluss entstehende Maßnahmenkataloge klare Verantwortlichkeiten festzulegen. Diese Aufgaben werden von einem Benchmarking-Team koordiniert. - Umsetzung:
In diesem abschließenden Schritt soll das Gelernte speziell auf das eigene Unternehmen angewendet werden. Anhand der gesetzten Meilensteine kann der Fortschritt stetig kontrolliert werden.
Vorteile
- Die gewonnenen Erkenntnisse über die bestmöglichen Praktiken können zu Verbesserungen in der Produktivität, technologischem Durchbruch und Wettbewerbsvorteilen führen.
- Geschäftsentscheidungen gründen sich auf konkrete Daten und harten Fakten, nicht auf 'höhere Eingebung'.
Nachteile
- Daten des eigenen und des externen Unternehmens sind nicht immer in direkt vergleichbarer Form vorhanden.
- Oftmals Konkurrenzdenken und fehlender Mangel an Offenheit bei den interessantesten und somit direktesten Wettbewerbern.
Ähnliche Elemente
Projekte
keine
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Best Practices
keine
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Methoden
keine
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Compendium
keine
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Experten / Anbieter
keine
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Anwender
keine
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Literatur
keine
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Eingangsinformationen
- Unternehmensintern: Eigene Position bezüglich der betrachteten Leistungskriterien
- Unternehmensextern: Position der Wettbewerber bezüglich der betrachteten Leistungskriterien
Ausgangsinformationen
Maßnahmen zur nachhaltigen Leistungssteigerung des Unternehmens
Informationen
Literatur
- Mertins, Kai; Seibert, Gunnar: Benchmarking – Der Vergleich mit den Besten. In: Das innovative Unternehmen: Produkte, Prozesse, Dienstleistungen. Band 1, Balve: Zimmermann Druck und Verlag, 2001 – ISSN 1617-6952
- Simon, Hermann; von der Gathen, Andreas: Das große Handbuch der Strategieinstrumente – Werkzeuge für eine erfolgreiche Unternehmensführung. Campus Verlag GmbH, Frankfurt am Main, 2002 – ISBN 3-593-36993-1
- Sabisch, Helmut; Tintelnot Claus: Integriertes Benchmarking für Produkte und Produktentwicklungsprozess. Springer Verlag, Berlin, Heidelberg, New York, 1997
Experten
- Heinz Nixdorf Institut, Prof. Gausemeier (http://wwwhni.uni-paderborn.de/pe/)
- UNITY AG (http://www.unity.de)


