Lösungsmuster
Ein Lösungsmuster kann zum Beispiel ein Wirkprinzip, ein Softwaremuster oder ein Wirkmuster der Regelungstechnik sein. Die beschriebenen Lösungsmuster kommen im Entwicklungsprozess an unterschiedlichen Stellen zum Einsatz. Das untere Bild vermittelt den grundsätzlichen Ablauf des Entwicklungsprozesses und gibt einen Überblick über den Einsatz der vorgestellten Konstrukte. Den Anfangspunkt markiert die Funktionshierarchie, die primär aus der Analyse der Anforderungen entsteht. Für die einzelnen Funktionen werden Lösungen ermittelt. Dies können Wirkprinzipien, Wirkmuster der Regelungstechnik oder – wenn bekannt – auch Lösungselemente sein. Die Lösungsmuster werden zu Systemelementen konkretisiert. Die Verknüpfung der Systemelemente mit Energie-, Stoff- und Informationsflüssen unter Berücksichtigung ihrer physikalischen und logischen Verträglichkeit führt zur Wirkstruktur. Bereits bekannte Lösungselemente werden in der Wirkstruktur als Systemelemente behandelt. Mit dem Aufbau der Wirkstruktur entstehen erste Vorstellungen über die Gestalt des Systems. Dazu werden Systemelemente unter Berücksichtigung gestaltbestimmender Anforderungen im Raum positioniert, so dass Angaben über Anzahl, Form, Lage, Anordnung sowie Art der Wirkflächen und der Wirkorte des Systems gemacht werden können und somit die Grobgestalt des Systems festgelegt ist. Daraus entsteht später die Baustruktur. Parallel dazu wird das angestrebte Verhalten des Systems weitgehend beschrieben. Die an dieser Stelle semiformal spezifizierte Informationsverarbeitung wird später durch Softwaremuster konkretisiert. Sie wird schließlich zu Softwarekomponenten zusammengefasst und in Komponentendiagrammen dargestellt.

- Konstrukte zur Beschreibung der Aspekte Funktionshierarchie, Wirkstruktur, Baustruktur und Komponentenstruktur
Literatur
| [GHK+06] | Gausemeier, J.; Hahn, A.; Kespohl, H. D., Seifert, L.: Vernetzte Produktentwicklung - Der erfolgreiche Weg zum Global Engineering Networking. Carl Hanser Verlag, München, 2006 |


