Konfigurations-, Versions- und Variantenmanagement
Produktstrukturen und die damit verbundenen Dokumente sind während des Produktlebenszyklus häufigen Änderungen unterworfen. In der Baustruktur kommen Teile hinzu oder werden entfernt, Dokumente werden verändert oder es werden Alternativen entwickelt. All dieses gilt es zu erfassen und zu verwalten. Insbesondere bei komplexen Produktstrukturen mit einer hohen Anzahl von Dokumenten müssen Änderungen nachvollziehbar bleiben (Änderungshistorie) und konsistente Kombinationen von Strukturen und Dokumenten gespeichert werden und ggf. wieder herstellbar sein.
Dokumente und Strukturen verändern sich ständig. Dabei wird zwischen Varianten und Versionen unterschieden. Versionen sind die verschiedenen Entwicklungsstände eines Dokumentes; Varianten sind alternative Dokumente, die u.U. sogar unabhängig voneinander weiterentwickelt werden. Gegebenenfalls werden verschiedene Dokumentenvarianten wieder zu einem Dokument zusammengeführt. Entsprechende Nummernsysteme zur Bezeichnung der Versionen und Varianten von Bauteilen und Dokumenten schaffen Ordnung.
Konfiguration ist ein weiter Begriff; darunter verstehen wir den gültigen Stand einer Produktzusammensetzung mit den zugehörigen Dokumenten zu einem bestimmten Zeitpunkt. Diese Art von Konfiguration ist nicht zu verwechseln mit den möglichen Produktkonfigurationen (Kunde wählt „blaue Lackierung“ und „Ledersitze“), die auf der Vertriebsstruktur beruhen. Das Konfigurationsmanagement definiert „gültige“ Konfigurationen: d. h. konsistente Teileaggregationen und dazugehörende Dokumente, die zusammen ein Produkt beschreiben.
Literatur
| [GPW+09] | GAUSEMEIER, J.; PLASS, C.; WENZELMANN, C.: Zukunftsorientierte Unternehmensgestaltung: Strategien, Geschäftsprozesse und IT-Systeme für die Produktion von morgen. Hanser Verlag, 2009 |
Ähnliche Elemente
Projekte
keine
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Literatur
keine
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