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    TransMechatronic > Compendium > Entwurfsraum

    Entwurfsraum

    Der Entwurfsprozess stellt sich als eine Folge von Entwurfsschritten in einem Entwurfsraum dar, der durch drei Dimensionen aufgespannt wird:

         • vom Abstrakten zum Konkreten,
         • vom Generellen zum Detail sowie
         • durch Sichten (Struktur, Verhalten, Gestalt gemäß Y-Modell der Mikroelektronik [BGH+96]).

     

    Der Entwurfsraum als Grundstruktur des Entwicklungsgeschehens


    Die Strukturierung mechatronischer Systeme in MFM, AMS und VMS wird mit Hilfe der Dimension Generalisierung – Detaillierung repräsentiert. Das Vorgehen beim Entwurf eines mechatronischen Systems ist von einem Wechselspiel aus Synthese- und Analyseschritten geprägt, wobei jeweils verschiedene Entwurfsaspekte (Struktur, Verhalten, Gestalt) betrachtet werden können. Aber nichtsdestotrotz gibt es ein prinzipielles Vorgehen für alle Arten von Entwicklungsaufgaben: vom Abstrakten zum Konkreten, vom Generellen zum Detail und von der Funktions- zur Baustruktur. Je nach Entwicklungsaufgabe, Randbedingungenund Zielsystem ergeben sich im Entwurfsraum spezifische Verläufe von Entwurfsprozessen.
    Demnach gibt es keinen universellen Entwurfsprozess, sondern immer ausgeprägte Entwurfsprozesse. Diese Ausprägung setzt eine Beschreibung einer Entwicklungsaufgabe voraus, die drei Bereiche aufweist:

         a) Aufgabenstellung (Art und Komplexität des Produktes, Einsatzbedingungenetc.),
         b) Randbedingungen (Qualifikation der Entwickler, vorhandene Werkzeuge etc.),
         c) Zielsystem (Leistungsmerkmale, Zeit, Kosten).

    Die Menge der erfolgreich ausgeführten Entwurfsprozesse stellt ein erhebliches Wissen dar. Dieses Wissen soll für neue Entwurfsaufgaben genutzt werden. Die Methode des fallbasierten Schließens (Case Based Reasoning) erscheint hierfür besonders geeignet; sie kommt der natürlichen Arbeitsweise des Entwicklers (das Sich-Erinnern an gelöste Fälle) am nächsten. Zudem bietet sie den Vorteil, dass Problemlösen und Lernen integriert sind, d.h. die Problemlösungskompetenz wächst mit jedem Fall.

    Prinzipieller Verlauf eines ausgeprägten Entwurfprozesses im Entwrufsraum

    Literatur

    [GHK+06]

    Gausemeier, J.; Hahn, A.; Kespohl, H. D., Seifert, L.: Vernetzte Produktentwicklung - Der erfolgreiche Weg zum Global Engineering Networking. Carl Hanser Verlag, München, 2006

    [BGH+96]

    Bleck, A.; Goedecke, M.; Huss, M.; Waldschmidt, K.: Praktikum des VLSI-Entwurfs. B.G. Teubner, Wiesbaden, 1996

     
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