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    TransMechatronic > Compendium > Dokumentenmanagement

    Dokumentenmanagement

    Entwickler speichern ihre Arbeitsergebnisse in Dokumenten, d.h. ein oder mehrere Dateien im File-System, die eine logische Einheit bilden. Der Begriff Dokument hat sich verbreitet, obwohl er nicht zutreffend ist. Gemeint sind rechnerinterne Repräsentationen von Bauteilen, Belastungssituationen, Fertigungsprozessen etc. Diese Repräsentationen sind Modelle, die auf der Stufe eines PDM- oder PLM-Systems als Dateien (Mikromodelle) behandelt werden. Das Dokumentenmanagement hat eine besondere Rolle und ist eine der wichtigsten Funktionen des Systems. Es gilt, die im Zuge der Produktentstehung erarbeiteten Dokumente zu ordnen, zu speichern und bei Bedarf am Arbeitsplatz des Entwicklers zur Verfügung zu stellen.

    Metadaten dienen dem Dokumentenmanagement zur Beschreibung der Dokumente. Typische Metadaten beschreiben Informationen über den Inhalt und Bearbeiter der Dokumente, wie sie auch im Zeichnungskopf zu finden sind. Wenn im Kontext PDM/PLM vom „Zeichnungskopf“ gesprochen wird, dann gilt das im übertragenen Sinne für diese Art von Daten. Denn ein 3D-Modell, ein FEM-Rechenmodell oder ein Roboterprogramm sind ja keine Zeichnungen und haben keinen Zeichnungskopf, aber dafür Metadaten.

    Bild 1: Metadaten- und Dateimanagement als Grundprinzip der Strukturierung der Da-tenhaltung in PDM-Systemen

    Wie  in Bild 1 angedeutet, werden Metadaten und Dokumente auf verschiedene Art gespeichert. Metadaten werden in einer Datenbank abgelegt. Die Dokumente werden direkt in geschützten Bereichen eines Datenträgers (Data Vault), gespeichert. Je nach Zahl der Dokumente sowie der Struktur des lokalen oder auch standortübergreifenden Rechnernetzes kann es einen einzelnen Ablagebereich oder auch beliebig viele, auch dezentrale Ablagebereiche geben. Zur Archivierung lagert das Dokumentenmanagement Dateien auf externen Datenträgern wie DVDs oder Magnetbändern aus.

    Das Dokumentenmanagement stellt dem Entwickler die Dokumente zur Bearbeitung an seinem Arbeitsplatz bereit. Durch das Reservieren („Check-out“) kann er sich einen exklusiven Zugriff sichern. Nach der Bearbeitung speichert der Entwickler das Dokument wieder im Dokumentenmanagement und gibt es für die Bearbeitung durch andere frei („Check-in“).

    Der Abgleich der Metadaten mit den innerhalb der Dokumente gespeicherten Daten verlangt eine Integration der IT-Werkzeuge der Produktentstehung mit dem PLM-System. Trotz einer Vielzahl von Datenformaten, die PLM-Systeme unterstützen, verbleibt hier oftmals mühevolle Kleinarbeit in der Entwicklung von Schnittstellen für den Zugriff auf diese Informationen.

    Literatur

    [GEK01] GAUSEMEIER, J.; EBBESMEYER, P.; KALLMEYER, F.: Produktinnovation Strategische Planung und Entwicklung der Produkte von morgen, Carl Hanser Verlag, 2001

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